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THEMA: Losung aus dem Waldviertel (Österreich)

Losung aus dem Waldviertel (Österreich) 28 Mär 2017 09:35 #3936

Liebe Community,

gerade bekomme ich von einem Freund ein Losungsfoto.
Es lag auf einem Waldweg (mittig) und hatte insgesamt ca 30cm Länge und DM von bis 2,3 cm [siehe Beitrag Holger].
Die Losung enthält Haare (glaube Reh) und einen Zahn - möglicherweise auch Knochenstücke - wir wollen sie aber nicht zerstören. Vom Geruch schließe ich Fuchs oder Katzenartige aus - typisch für Wolf war es auch nicht / hatte eher so einen moschusartigen Mardergeruch (auch etwas tranig ähnlich Fischotter).

Wäre über Meinungen dankbar
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Losung aus dem Waldviertel (Österreich) 28 Mär 2017 14:05 #3937

Spannend! Für mich schaut es soaus, als seien die beiden Teile unterschiedlich alt (so weit man das aus der Ferne beurteilen kann...). Das Teil rechts scheint stärker ausgewaschen. Dann könnte es wiederum auch für ein "Markieren" sprechen, wenn sich an dieser Stelle öfter erleichtert wird. "Waldweg mittig" habe ich auch von Wildkatzen schon gesehen als reviermarkieren. Die Dicke wäre typisch für Luchs (wie gut, dass der Fichtenzapfen so schön als Vergleich daneben liegt), die abgestumpften Enden sind auch ein Hinweis. Allerdings würde ich da stärkere Segmentierung erwarten - also mehr einzelne Stücke. Hat dein Freund noch Fotos, auf den mehr von den unappetitlichen Details zu sehen sind? Haustier/Hund würde ich wegen des Inhaltes und auch vom Gesamteindruck ausschließen.

Mit dem Geruch ist das so eine Sache - gerade wenn die Losung schon älter ist...

Hättet Ihr die Möglichkeit, die Losung genetisch untersuchen zu lassen? Hier bei uns in der Gegend kann man sowohl die zuständigen Wolfsberater als auch die AG Hessenluchs (hier für das Bundesland Hessen) kontaktieren und ggf. die Losung dorthin oder nach Absprache mit den zuständigen Stellen direkt zum Senckenberg Institut schicken. Für das Monitoring haben die durchaus Interesse an solchen Funden und übernehmen dann auch die Kosten der Untersuchung, wenn das abgesprochen ist,
"Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."
~~Bernhard von Clairvaux

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Losung aus dem Waldviertel (Österreich) 28 Mär 2017 16:53 #3938

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Eine genetische Untersuchung klingt lohnend, wenn man irgendwie die Möglichkeit dazu hat.

Bei einer Luchs- oder Katzenlosung würde ich neben der Segmentierung eine glattere Oberfläche erwarten und eine sehr feste Konsistenz - diese Losung sieht eher lockerer aus.
Ich finde, dass der rechte Teil von der Färbung und der Dicke her sich gut an den oberen linken Teil anschließen würde, insofern vermute ich eher eine einzige Losung, aber sicher bin ich mir natürlich nicht. Ich habe bei Wolfslosung schon öfter gesehen, dass die Haare/Borsten vermehrt im hinteren Teil der Losung auftreten können, das würde passen.
Für den Geruch hilft es, einen Teil der Losung mit einem Stöckchen zu zerteilen und dann am Stöckchen zu riechen. Oft ist der Geruch dann deutlicher als an der Oberfläche. Aber ihr wolltet die Losung ja nicht zerstören, dann geht das nicht.
Sind in der Gegend des Fundortes denn Wolfs-Hinweise bekannt??

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Losung aus dem Waldviertel (Österreich) 29 Mär 2017 06:40 #3939

Vielen Dank für die Stellungnahmen!
Ich hatte schon den Eindruck, dass es sich um eine einzelne Losung handelt - und der "Cone" halt gebrochen ist. Auch von der Feuchte waren die Teile ähnlich / gleich, wiewohl der Haaranteil im dünnen Teil anders wirkt.
An Luchs hatte ich auch gedacht, weil ich im Winter in der Nähe eine fragliche Luchs-Spur gefunden hatte. Aber seitens Konsistenz, Textur und Geruch passt es gar nicht.
Wolfsnachweise vom Herbst 2016 sind aus der weiteren Umgebung (~25km) bekannt.
Bleibe dran und werde wieder berichten

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Losung aus dem Waldviertel (Österreich) 29 Mär 2017 21:25 #3944

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Das klingt ja spannend! 25 km ist für einen Wolf ja keine Entfernung!

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