Spurenrätsel 14 - Fraßspuren

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15 Okt 2013 12:17 #513 von Simone [Team Spurenjagd]
Simone [Team Spurenjagd] antwortete auf das Thema: Spurenrätsel 14 - Fraßspuren
Ach ja...und recherchiert habe ich dazu auch - obwohl ich ja genau sehen konnte, welches Tier da am Werke war. Dabei habe ich auch festgestellt, dass man in den meisten Büchern zwar recht schöne Fotos von Zahnmarken und auch einige Unterscheidungsmerkmale findet - jedoch keine Angaben zur Breite der einzelnen Zähne bzw. Schneidezähne. Im Netz findet man auch schöne Zeichnungen und Abbildungen der Schädel bzw. vom Gebiss, aber auch hier keine Größenangaben für die Zähne. Zumindest habe ich nix gefunden. Also auch hier heißt es messen, messen und möglichst viele Daten sammeln...!

"Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."
~~Bernhard von Clairvaux

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01 Nov 2013 11:04 #525 von Simone [Team Spurenjagd]
Simone [Team Spurenjagd] antwortete auf das Thema: Spurenrätsel 14 - Fraßspuren
Übrigens können wir glaube ich dieses Rätsel auch in den "gelöst" Ordner verschieben, denn Joscha hatte den richtigen Riecher. Ja, Feldhasen fressen offensichtlich sehr gerne Äpfel, wenn sie mal an einen herankommen! ;-)

Hier noch meine Geschichte dazu:

Im Laufe des Nachmittags hatte sich die Sonne durch die Wolken gekämpft – wohl mit Hilfe des Windes, der nun plötzlich aus südlicher Richtung bläst. Das machte mir Lust, noch mal schnell zu meinem Natursitzplatz zu gehen. 18.00 Uhr war es da schon – nunja, viel Zeit bzw. Licht bleibt da nicht mehr jetzt Mitte Oktober.

Von weitem schon sah ich vor „meiner“ Eiche helle runde Flecke leuchten – innerhalb von 3 Tagen waren hier Hexenringe aus Pilzen gewachsen! Der Kirschbaum hat schon viele Blätter gelassen und die verbleibenden sind gelb und rot. Im Stamm der Eiche steckt eine frische aufgehackte Haselnuss in der Spechtschmiede. Wo der Specht da noch eine aufgetrieben hat, ist mir ein Rätsel denn die Haselbüsche ringsum sind längst von Eichhörnchen & Co. abgeerntet.

Auf der gegenüberliegende Seite der Straße am Waldrand zieht im am dämmrigen Abendhimmel eine riesige Vogelwolke Richtung Süden. Das sind die Stare, die jeden Abend ihren Schlafplatz hinten an der Pumpstation in Bieber aufsuchen.

Neben mir in der Weide beginnt plötzlich ein Rotkehlchen mit Warnrufen, dann ein zweites auf einem der Obstbäume. So geht das eine ganze Weile hin und her…und die Alarmrufe wandern! Zurück in den Wald, hören kurz auf und beginnen dann wieder. Irgendetwas schleicht da hinter mir im Gebüsch herum – ich höre es auch leise rascheln, kann aber nichts sehen. Dann fällt mir auf, dass auch überhaupt keine Amseln zu hören sind und die sich auch an den Warnrufen nicht beteiligen. Normalerweise halten die Amseln doch um diese Uhrzeit das übliche „ich-geh-jetzt-gleich-schlafen-und-wache-hoffentlich-morgen-wieder-auf-Gezeter“ ab? Überhaupt habe ich in den letzten Wochen kaum Amseln zu Gesicht bekommen und auch nicht gehört. Wo sind all die Amseln hin?

Während ich noch so darüber nachsinne, nehme ich aus dem rechten Augenwinkel eine Bewegung wahr. Da! Direkt vor mir am Apfelbaum ist doch was! Zuerst höre ich schabende Geräusche. Es dauert eine Weile bis ich zuordnen kann, dass da jemand am Fallobst knabbert. Dann kann ich lange, wackelnde Ohren erkennen…(mittlerweile ist es schon ziemlich dunkel…). Da mach sich doch tatsächlich Meister Lampe über die Äpfel her!!!. Währenddessen ticksen sie Rotkehlchen weiter, doch den Hasen scheint das nicht weiter zu hören. Er schaut zwar regelmäßig aufmerksam von seiner Mahlzeit auf und die langen Lauscher sind ständig in Bewegung, doch besonders angespannt wirkt er nicht.
Jetzt bin ich aber gespannt – wann wird er mich bemerken? Immerhin ist er nur kaum 5 Meter von mir entfernt. Noch kann er keinen Wind von mir bekommen haben…aber wie lange wird das gut gehen? Er kommt immer weiter auf mich zu! Langsam hoppelt er an mir vorbei – knabbert mal hier – mal da ein Kräutlein. Einmal macht er sich gaaaaaaanz lang und reckt seine Nase in die Luft und ich rechne damit, dass er jeden Moment Gas gibt und weg rennt. Doch nein – er hoppelt gemütlich weiter und beginnt dann tatsächlich noch mit einer ausgiebigen Körperpflege-Session. Über eine halbe Stunde hat mir Lepus der Feldhase bei meiner Abendsitzung Gesellschaft geleistet – gerade zur Stunde des Zwielichts, in der die Sonne gerade gegangen und der Mond noch nicht genügend hell schien. Als ich mich dann auf den Heimweg machte, war das schon anders – mehr als halbvoll ist der Mond schon wieder und zauberte den Bäumen Schatten an und Lichtreflexe auf die Blätter. Zufrieden und ohne Taschenlampe (die braucht man nämlich wirklich nicht!) ging es dann nach Hause. Den angeknabberten Apfel habe ich für Euch mitgebracht…

"Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst."
~~Bernhard von Clairvaux

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02 Nov 2013 16:17 #532 von Lucie Hüttermann
Lucie Hüttermann antwortete auf das Thema: Spurenrätsel 14 - Fraßspuren
Hallo Ihr Lieben,
dann müsste das auch eine Fraßspur vom Hasen sein, oder (lag auch auf der Erde)
Anhang:

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